An der VHS Braunschweig findet vom 10. bis 14. Dezember 2018 ein Bildungsurlaub zum Thema "PowerShell - die Befehlszeile für den Windows-Profi" statt. In einem praxisorientiertem Seminar und mit den aktuellen Betriebssystemen und Anwendungen aus dem Hause Microsoft werden wir uns die moderne und zukunftsorientierte "Konsole - Kommandozeile - Shell" erarbeiten.

powershell win 10 ps50 800px

Hier die Rahmendaten unseres Seminars:

Ort: VHS Braunschweig, Heydenstraße 2, Raum 2.11
Termine: Mo., 10.12. bis Fr., 14.12.2018; jeweils 08.30 - 16.00 Uhr

Ich werde unsere Seminarthemen an dieser Stelle ausführlich begleiten und die Infos rund um die PowerShell nachhaltig verfügbar machen.
Ihr Trainer Joe Brandes

 

Tag 01

Montag, 10.12.2018, 08.30 - 16.00 Uhr

Orientierungsphase, Teilnehmer-Themen

Bereitstellung ausführlicher Trainingsmaterialien (gute 2000 Zeilen / Scriptlines, Roter Faden als HTML/PDF)

Allgemeines

Wir setzen als Betriebssyteme Windows 10 Pro ein - später auch in einer Windows Server 2016 Active Directory Domänenumgebung (AD mit entsprechenden PowerShell AD-Modulen)

Aktuelle PowerShell: PowerShell Version 5.1 oder eigentlich:
Microsoft Windows Management Framework 5.1 (Link zum MS Download)

Praxisumgebung.: es gibt auch bereits eine plattformunabhängige Version PowerShell Core 6.0 für Betriebssysteme Linux / MacOS! (Link / Link Pakete) / Link Releases )

Übersicht zu PowerShell-Versionen und deren Betriebssystemverfügbarkeiten: Wikipedia
Deutsche Einstiegsseite zum Thema Microsoft PowerShell: Microsoft Dokumentation / Skriptcenter

Installationsverzeichnis: C:\Windows\System32\WindowsPowerShell\v1.0  
Anm.: ja immer noch Version 1.0 ;-) im Pfad

siehe vordefinierte Variable $PSHome

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  1. # PS-Version anzeigen lassen
  2. echo $PSVersionTable
  3. # Host - in Console und ISE testen
  4. $host.Version
  5. # Installationsverzeichnis
  6. Write-Host $PSHome
und hier ist die 64-Bit-Variante auf 64-Bit-OS zu finden (Tipp: Systemeigenschaften mit Win + Pause)

Die 32-Bit-Variante im SysWoW64-Ordner (!):
C:\Windows\SysWOW64\WindowsPowerShell\v1.0  
Warum ist das wichtig? Z. B. beim Zugriff auf eine 32-Bit Access Datenbank

Anm.: Die PowerShell (PS) kennt keine Groß-/Kleinschreibung (non case-sensitive).

Architektur der PowerShell

Projektname "Monad" - der Versuch das "Beste aus allen Welten" zu kombinieren und zu verbinden!
smart art ps 800px

In PowerShell Integrierte Techniken (siehe Urprojekt Monad):

DOS-Shell (Befehle, Oberfläche, klassische Programme)
Unix-Shells (Pipelinig, Syntax, Befehlsnamen)
Andere Skriptsprachen z.B. Perl oder auch Hochsprachen C# (Syntax)
Dot.NET Framework (Objektorientierung, Klassen)
Windows Scripting Host - WSH (Klassen, Sicherheit; Einsatz bis ca. 2020! - PS bis min. 2030)
Windows Management Interface - WMI (Klassen, Tool wmic.exe)

Abarbeitungsreihenfolge bei Aufrufen in der PowerShell

  1. Aliase (dir, md)
  2. Funktionen (mkdir, C:)
  3. Commandlets (Get-Process)
  4. Externe Befehle / Applications (netstat, ipconfig, notepad, ...)

Hinweis: durch diese Reihenfolge "überschreiben" Aliase wie notepad die Aufrufe der Applikationen mit gleichem Namen!

Hilfe in der PowerShell

mit Tabulator Codevervollständigung (auch Umschalten + TAB rückwärts) inkl. Wildcards:

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  1. Get-?e* TAB
  2. Get-Command Get-*
  3. Get-Command [gs]et-*
  4. Get-Command *-Service
  5. Get-Command –Noun Service
  6. Get-Command *wmi*
  7.  
  8.  
  9. # Beispiel mit mehr Tiefe als Vorbereitung auf Pipelining und Filterungen
  10. Get-Command | Where-Object { $_.name -like "*cim*" -or $_.name -like "*wmi*" }
  11.  
  12.  
  13. Get-Command ps # Alias
  14. Get-Command notepad.exe # Tool
  15. Get-Command C: # Function
  16.  
  17.  
  18. # Anzahl von Cmdlets und Funktionen (so seit PS 2.0)
  19. Get-Command | Group-Object CommandType
  20. # Cmdlets und Funktionen exportieren:
  21. Get-Command | Format-Table name -HideTableHeaders | Out-File E:\_temp\pscommands.txt
  22.  
  23.  
  24.  
  25. # Hilfe aktualisieren mit Update-Help Commandlet
  26. Update-Help –UICulture En-US -force
  27. # Beachten: Admin-PowerShell nötig! Anm.: Autor Weltner empfiehlt En-US Schalter!
  28.  
  29.  
  30. Get-Help Get-Command
  31. # mit Parametern auch
  32. Get-Help Get-Command -Detailed # -Full, -Examples, -Online, -ShowWindow
  33. Get-Help Get-Process -parameter "*"
  34.  
  35.  
  36. # Show-Command
  37. Show-Command Get-Process

Grafische Oberfläche mit Show-Command seit PS 3.0: Show-Command Get-Process 

Hilfe aktualisieren mit Update-Help Commandlet
Beachten: Administrator-PowerShell nötig!

Websites: Skripting mit der PowerShell - Windows PowerShell for Server
Hilfe zu PS-Befehlen und den Techniken für das spätere Skripting:
Get-Help about_for
Get-Help about_foreach
Get-Help about (alle verfügbaren Hilfen)

Empfehlung: auch einfach online suchen mit "PowerShell about_for, ...
Online-Hilfe-Portal zur PowerShell (Technet - Skripterstellung mit Windows PowerShell)

PSReadline

ein PowerShell-Modul für das Verbessern der PowerShell Konsole

In PS 5.0 hat man außerdem mit PowerShellGet, ein Modul, das die Fähigkeiten von NuGet (einem Paketmanager) bereitstellt

Falls man kein Modul PSReadline vorfindet, dann einfach neues Cmdlet Install-Modul zum Installieren nutzen: (in einer Administrator-Shell)
Install-Modul -Name PSReadline  

Wichtig: Abfragen nach Installation von Paketmanagement-Tool und Vertrauenswürdigkeit des Paketrepositories mit "Y" bestätigen!
Zu diesen Modul-Techniken im Seminar später mehr!

Verbesserungen in der PowerShell-Konsole durch PSReadline: (Beispiel-Link)

  • farbiges Syntax-Highlighting
  • im Prompt wird ">" in Rot angezeigt, wenn die Eingabe noch unvollständig ist
  • PS Konsole nimmt jetzt auch Strg + V an
  • mit Strg + Leertaste kann man in der Konsole Code-Completion (Syntax Vervollständigungen) nutzen
  • einfacheres "Error"-Handling (bei kleinen Vertippern nicht gleich mehrzeilige "Fehlermonster")
  • besserer Mehrzeilenmodus
  • mit Strg + L erreicht man ein cls (clear screen)
  • ESC löscht Zeile
  • zusätzlich belegbare Tastenkombinationen (siehe cmdlet Get-PSReadlineKeyHandler bzw. das Pendant Set-PSReadlineKeyHandler)

Wichtig für effiziente PowerShell-Nutzung: Tab und Strg+Leertaste ständig nutzen!

PowerShell History

Die PowerShell hat eine eigene History-Umgebung und stellt entsprechende Cmdlets zur Nutzung.

Am Besten aber nutzt man die History-Technik von Modul PSReadline

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  1. # PSReadline
  2. (Get-PSReadlineOption).HistorySavePath
  3. $a = (Get-PSReadlineOption).HistorySavePath
  4. notepad.exe $a # oder besser mit dem ISE
  5. ise $a
Es ist also mit der History.txt-Datei von PSReadline ein kompletter Fundus unserer/Ihrer Aufrufe am Ende der Seminarwoche automatisch verfügbar!

Erste Aufrufe in der PS

Interaktive Aufrufe vergleichen:

Get-Process vs. Get-EventLog (hier dann Parameter als Eingabe möglich: Application, System, ...)

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  1. # Parameter - und einfache Parameter-Switches nutzen
  2. # Alle Aufrufe gleich:
  3. Get-ChildItem C:\temp *.txt # Hier: Reihenfolge entscheidend!
  4. Get-ChildItem -Path C:\temp -Filter *.txt
  5. Get-ChildItem -Filter *.txt -Path C:\temp
  6. # Verschiedene Platzhalter / Wildcards:
  7. Get-Process i*
  8. Get-Process i*ore
  9. Get-Process [st]*
  10. Get-Process [st][vf]*
  11. # Aktivieren / Deaktivieren von Schaltern:
  12. Get-ChildItem C:\temp -recurse
  13. Get-ChildItem C:\temp -recurse:$false
Allgemeine Parameter: -Force, -Whatif, -Confirm, ...
Aufrufe lassen sich zusammensetzen (später sinnvoll mit Variablen in Skripten)
Get-ChildItem ("c:\" + "temp") *.txt –Recurse

Aliase

ps ersetzt Get-Process   (Unix-Shell lässt grüßen)

Befehle: Get-Alias ; Get-Alias ps
Standardanzahl für Aliase: 4096  (siehe Variable $MaximumAliasCount)

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  1. # Neue Aliase mit:
  2. Set-Alias procs Get-Process # neu oder überschreiben
  3. New-Alias procs Get-Process
Wichtig: keine Parameter festlegbar - da brauchen wir später Funktionen!

Die Aliase gelten nur in der aktuellen PS-Sitzung (Session, Instanz), bei späterer Nutzung dann in Profile integrieren oder manuell exportieren / importieren:

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  1. Export-Alias c:\temp\meinealias.csv # also in eine Textdatei
  2. Export-Alias c:\temp\meinealias.ps1 -as script # in ein PS-Skript
  3. # Laden:
  4. Import-Alias c:\temp\meinealias.csv
  5. . c:\meinealias.ps1 # Punktoperator - "Dot sourcing"
Es werden alle Aliase exportiert und wieder importiert, was zu "Fehlermeldungen" beim Import führt.

Man kann entweder manuelle Anpassungen der Exportdateien durchführen, so werden die Aliase "sauber" importiert, oder aber einfach später die gewünschten Aliase in den PS-Profilen sauber hinterlegen!
Tipp Unterdrückung der Fehlerausgaben: -ErrorAction SilentlyContinue

Ausdrücke

eine erste Annäherung mit () im Expression bzw. Command Mode
Vergleiche:

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  1. Write-Output 10 * (8 + 6) # mit
  2. Write-Output (10 * (8 + 6))
  3. # Aufrufe mit Unterausdruck:
  4. "Anzahl der laufenden Prozesse: (Get-Process).Count"
  5. # vergleichen mit:
  6. "Anzahl der laufenden Prozesse: $((Get-Process).Count)"
Anm.: $ leitet also Subexpression (Unterausdruck) ein

ExecutionPolicy für die PowerShell-Skripte

Sicherheitlevel beachten (Restricted, RemoteSigned, Unrestricted, ...)
Cmdlets: Get-ExecutionPolicy, Set-ExecutionPolicy

die voreingestellte Policy (Richtlinie): Restricted - das würde aber gleich alle PowerShell-Skriptaufrufe (auch für unsere Profilskripte!) verhindern

Also: mit  Set-ExcecutionPolicy Remotesigned   (in einer Administrator PowerShell !)
eine Möglichkeit zur Ausführung lokaler Skripte - bei Skripten aus Netzressourcen wäre eine Signatur notwendig
Anm.: bitte ggf. nicht die 32-Bit-PowerShell (x86) vergessen!

Profile (Part I)

PowerShell-Hosts: Sowohl die PowerShell (console host) als auch die ISE (Windows PowerShell ISE) besitzen Profile (Profildateien / Konfigurationen). Außerdem kann man auch generelle Profile für alle User (AllUser) oder nur für den aktuellen (CurrentUser) konfigurieren.
profiles 800px
Anzeigen der Profile jeweils (!) mit $PROFILE in der PowerShell ergibt:
C:\Users\joeb\Documents\WindowsPowerShell\Microsoft.PowerShell_profile.ps1
in der ISE dann ebenfalls $PROFILE mit
C:\Users\joeb\Documents\WindowsPowerShell\Microsoft.PowerShellISE_profile.ps1

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  1. $PROFILE
  2. # genauer: (Anm.: siehe auch ISE)
  3. $PROFILE
  4. $PROFILE.CurrentUserCurrentHost
  5. $PROFILE.CurrentUserAllHosts
  6. $PROFILE.AllUsersCurrentHost
  7. $PROFILE.AllUsersAllHosts
Cleveres Erstellen der $PROFILE inklusive notwendiger Ordner/Unterordner:
New-Item -Path $PROFILE -ItemType File -force    
Anpassen der Profile dann in weiteren Übungen, wenn wir das Skripten im Griff haben.

Erste Übung mit Aliasen (Set-Alias) und Konfigurationen für die PowerShell...

PSProvider und PSDrives

Übersichten und beispielhafte Aufrufe zu den PowerShell Providern und Drives ("Laufwerken") mittels

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  1. Get-PSProvider # PSProvider Übersicht
  2. Get-PSDrive # PSDrives Übersicht
  3. Get-PSDrive -PSProvider FileSystem # PSDrives Filesystem
  4. Set-Location Cert:\CurrentUser\Root # Wechsel in LW Cert:
  5. # Bei der Registry kann man den Provider auch direkt ansprechen:
  6. Get-ChildItem "REGISTRY::HKEY_CLASSES_ROOT\" -ErrorAction SilentlyContinue
Befehle zu Laufwerken, Items, Inhaltsobjekten und Pfaden
Get-Command –Noun *childitem, item*, path, content, location  
Übungen mit New-Item , New-PSDrive,  Remove-PSDrive

Erstellung eines neuen PSDrive:
New-PSDrive -Name Skripte -PSProvider FileSystem -Root c:\temp\ps-skripte 
in der Profiltechnik unserer PowerShell (hier aktueller Host Console des aktuellen Users: $PROFILE)

 

  • $PSVersionTable$PSVersionTable
  • CmdletsCmdlets
  • Update-HelpUpdate-Help
  • HistorySavePathHistorySavePath
  • ExecutionPolicyExecutionPolicy
  • $PROFILE$PROFILE

 

Tag 02

Dienstag, 11.12.2018, 08.30 - 16.00 Uhr

Rekapitulation zu Tag 01, TN-Fragen

ISE - Integrated Scripting Environment

Anm.: in "Windows 10 BU"-Installationen mit Fehler bei Code-Completion wegen fehlenden Updates für Windows 10 1803! Fehlerbehebung durch MS KB Patch: Link  (KB4100403)

Auch hier wieder 32- und 64-Bit-Variante beachten!
Integrated Scripting Environment (ISE - powershell_ise.exe) ist der Name des Skripteditors - mit PS 3.0 nochmals verbessert

Stichworte zur ISE:

  • Intellisense Eingabeunterstützung - vervollständigen mit Tab, Strg + Leertaste
  • Eigene Remote-Konsole (siehe Menü Datei)
  • Copy & Paste: Hier funktionieren die Zwischenablage-Tastenkombinationen Strg + C / V
  • Hilfe zu Befehlen mit F1; Show-Command mit Strg + F1
  • Diverse Addons verfügbar - hier eine Link zu einer Microsoft Quelle: Link
  • Skripte ausführen (Später auch "Debuggen Ausführen/Fortsetzen") oder F5
  • Skriptauswahl (manuell markieren) ausführen mit F8
  • Vorgriff auf Debugging: (heute noch nicht behandelt)
  • Haltepunkte mit F9; mehr im Menü Debugging des ISE

Wichtige Unterschiede zur "normalen" PowerShell Console:

  • keine interaktiven Tools/Programme möglich: ftp, nslookup, ...
  • kein Blättern mit more, klassisch: keine Soundausgaben; in aktuellen PS 5.1 ISE Umgebungen mit Sound

Konfiguration der ISE:

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  1. # Eigene Farbgebungen in ISE mittels:
  2. $psISE.Options.ConsolePaneBackgroundColor = "red"
  3. # alternativ:
  4. $host.ui.RawUI.BackgroundColor = "red"
siehe auch $psISE.options für die möglichen Einstellungen / Optionen der ISE
Tipp: Einstellungen mittels Tools - Optionen bearbeiten bzw. auf Standard zurückstellen

Übungen zu Datei- und Ordnerbehandlungen

Quelle: Dr. Tobias Weltner, Free PowerShell Cookbooks, www.powertheshell.com; filesystem_cookbook.pdf;
Power Tips Monthly Vol.1 | June 2013

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  1. # Desktop Ordner finden mit [Systemklassen]:Methoden
  2. [Environment]::GetFolderPath('Desktop')
  3. # Folder anzeigen für GetFolderPath:
  4. [System.Enum]::GetNames([System.Environment+SpecialFolder])
  5. # also:
  6. [Environment]::GetFolderPath('Cookies')
  7. # Dateien umbenennen - die Win8/10 Screenshots haben Leerzeichen!
  8. $global:i = 1
  9. $path = "$env:userprofile\Pictures\Screenshots"
  10. Get-ChildItem -Path $path -Filter *.png |
  11.     Rename-Item -NewName { "screenshot_$i.png"; $global:i++}
  12. # 1GB Datei in Sekundenbruchteil
  13. $path =$env:temp\testfile.txt”
  14. $file = [io.file]::Create($path)
  15. $file.SetLength(1gb)
  16. $file.Close()
  17. Get-Item $path
Übung (mit erweitertem Pipelining:
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  1. $folder = "$env:userprofile\Downloads"
  2. >>> Get-ChildItem -Path $folder -Recurse -Force -Erroraction SilentlyContinue |
  3. >>> Measure-Object -Property Length -Sum |
  4. >>> ForEach-Object {
  5. >>> $sum = $_.Sum / 1MB
  6. >>> "Der Download-Ordner enthaelt derzeit {0:#,##0.0} MB storage." -f $sum
  7. >>> }

Objektanalyse in der PowerShell

Heranführung an das Thema Objeke / Objekttechniken:
Objektmember sind klassisch:
Property - Eigenschaft (z.B. Get-ChildItem Objekte: LastWriteTime)
Beispiel:  (Get-ChildItem C:\temp).LastWriteTime      # Ausgaben Datum/Uhrzeit letzte Änderungen
Method - Methode/Funktionalität (z.B. Get-Date Objekt: AddYears() )
Beispiel:  (Get-Date).AddYears(5)    # Aktuelles Datum um 5 Jahre addieren

objekte erklaerung 800px

Die PowerShell kennt noch weitere Member für die Objekte außer Property und Method:
AliasProperty, Event, NoteProperty, ScriptProperty, PropertySet
Anm.: genauere Betrachtungen obliegen anderen PowerShell-Vertiefungen (bzw. siehe PowerShell Literatur)

Anzeige von Eigenschaften mit Cmdlet Get-Member :
Get-Process | Get-Member     # Member nach dem Pipeline-Processing (s.o.)
bitte TypeName beachten: System.Diagnostics.Process
Get-Member -InputObject (Get-Process)   # Member eines Get-Process-Objects (vor einem möglichen Pipelining)

Und für die Verbindung von PowerShell zu System-Klassen kann man mal
[System.Diagnostics.Process]::GetProcesses()  
ergibt genau das Ergebnis des PowerShell Cmdlet Get-Process  !

Pipelining

(Online-Beitrag - inkl. Pipeline-Bild - von Schwichtenberg auf entwickler.de)

In der PS ist alles objektorientiert bearbeitbar und wird über Pipeline-Processing weitergegeben.

Anm.: das besondere Konstrukt $_ greift auf das aktuelle Objekt zu.

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  1. # komplexere Pipeline:
  2. Get-ChildItem c:\temp –r -filter *.txt |
  3. >>> Where-Object { $_.Length -gt 40000 } |
  4. >>> Select-Object Name, Length |
  5. >>> Sort-Object Length |
  6. >>> Format-List
Neu: $PSItem als gleichwertiger Ersatz zu $_ (seit PS 3.0) Anm.: Erklärung für dieses Verhalten mit Get-Help Get-Service -full  (siehe nach -name byValue und byPropertyName)
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  1. # Ein paar Beispiel für Pipeline-Aufrufe:
  2. Get-Process |
  3. >>> Where-Object {$_.name -eq "iexplore"} |
  4. >>> Format-Table ProcessName, WorkingSet64
  5. # Alle Prozesse, die mehr als 20 MB verbrauchen
  6. Get-Process | Where-Object {$_.WorkingSet64 -gt 20*1024*1024 }
  7. # kurze Variante
  8. ps | ? {$_.ws -gt 20MB }
  9. # alle Dienste, die mit i beginnen
  10. "i*" | Get-Service
  11. # Dienst "gleich" BITS
  12. "BITS" | Get-Service

Auch die klassischen Befehle lassen sich "pipen":
netstat -an | Select-String "HERGESTELLT" -case  (Select-String für reguläre Ausdrücke)
Anzahl von Objekten in einer Pipeline: Get-Date  (erzeugt nur ein Objekt)
Eigenschaften des Objekts ansprechen:
(Get-Date).Year  (als auch .Month, .Hour, .Minute)
Anm.: keine Probleme mehr (also keine Fehlermeldungen, falls man denn mal mit einem Einzelobjekt arbeitet)
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  1. # Anzahl aller Prozesse
  2. (Get-Process).count
  3. # Anzahl von Prozessen mit mehr als 20 MB im RAM
  4. (Get-Process | where-object { $_.WorkingSet64 -gt 20MB }).Count
  5. # Objekte lassen sich dann mit Array-Technik einzeln ansprechen:
  6. (Get-Process | where-object { $_.WorkingSet64 -gt 20MB })[5]
  7. # früher:
  8. Get-Process | foreach-object {$_.Name }
  9. # seit PS 3.0:
  10. (Get-Process).Name
  11. # Für eine kombinierte Ausgabe ist foreach-Commandlet nötig:
  12. Get-Process | foreach-object {$_.Name + ": " + $_.Workingset64 }
Methoden der Objekte: (also Funktionen zu denen die Objekte fähig sind)
Automatic Unrolling (seit PowerShell 3.0)
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  1. # Beispiel zu Automatic Unrolling
  2. $dll = Get-ChildItem C:\Windows\System32\*.dll | Select-Object -First 3
  3. $dll # Ausgabe
  4. # wieder 3 Versionen
  5. $dll.VersionInfo # ab PS 3.0
  6. $dll | Select-Object -ExpandProperty VersionInfo
  7. $dll | ForEach-Object { $_.VersionInfo }
  8.  
  9.  
  10. # Analyse
  11. $dll | Get-Member # hier sieht man VersionInfo / ScriptProperty – nach der Pipeline!
  12. # im Vergleich mit
  13. Get-Member –InputObject $dll # Get-Member kennt kein VersionInfo

Alle Techniken praktisch erprobt.
View source
  1. # alle iexplore "killen"
  2. Get-Process iexplore | Foreach-Object { $_.Kill() }
  3. # seit PS 3.0:
  4. (Get-Process iexplore).Kill()
  5. # besseres Commandlet: Stop-Process
  6. # hier gibt es auch keine Fehler mehr, falls kein iexplore
  7. Get-Process | Where-Object { $_.Name -eq "iexplore" } | Stop-Process
  8. # Alle Methoden für Get-Date anzeigen lassen:
  9. Get-Date | Get-Member
  10. (Get-Date).ToLongDateString() # und viele Andere
Anm.: die Fehlerbehandlung in unsere PowerShell Konsole wird durch Einsatz von PSReadline optimiert

Ausgaben / Umleitungen in Datei

Verschiedene Wege führen hier zum Ziel:
Umleitungsoperator ist > (Ersetzen) bzw. >> (Anhängen):

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  1. Get-Process | Out-File "c:\temp\prozessliste.txt"
  2. # Ausgaben anhängen mit -Append
  3. Get-Process | Out-File "c:\temp\prozessliste.txt" -Append
> Umleitung der Pipeline-Ausgabe
2> Umleiten der Ausgabe von Fehlern
3> Umleiten der Ausgabe von Warnungen (seit PowerShell-Version 3.0!)
4> Umleiten der Ausgabe von Verbose-Texten (seit PowerShell-Version 3.0!)
5> Umleiten der Ausgabe von Debug-Texten (seit PowerShell-Version 3.0!)
*> Umleiten aller Ausgaben (seit PowerShell-Version 3.0!)Anm.: Umleitung an  Drucker mit Out-Printer
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  1. # Fehler in Datei umleiten
  2. cat c:\temp\datei-exist-nicht.txt 2>> C:\temp\fehler.txt
  3. # Ausgabeströme umleiten
  4. dir u:\Daten 2>&1 | Format-Table > C:\temp\prozessliste.txt
Ebenfalls noch testen: Tee-Object zweigt Zwischenergebnisse in Dateien oder Variablen ab

  • PowerShell 5.1 vs Core 6PowerShell 5.1 vs Core 6
  • ISEISE
  • PS in LW Cert:PS in LW Cert:
  • New-ItemNew-Item
  • spez. Objektbez. $_spez. Objektbez. $_
  • Out-GridViewOut-GridView

 

Tag 03

Mittwoch, 12.12.2018, 08.30 - 16.00 Uhr

Rekapitulation - Nachbereitung der Skript-Snippets von Tag 02 mit Ausarbeitung von Schwerpunkten (s. Vergleichsoperatoren), TN-Fragen

Bereitstellung "Hand-Out PowerShell Trainer J. Brandes" (als PDF- und HTML-Versionen)

Vergleichsoperatoren

siehe auch Google-Recherche "powershell vergleichsoperatoren" - beispielhafter Ergebnislink

mit eingebauter PS-Hilfe: get-help about_Comparison_Operators -ShowWindow  

Kleine Übersicht:

  • -gt (greater than), -ge (greater equal),
    -lt (less than),  -le (less equal),
    -eq (equal), -ne (not equal)
  • -Like, -NotLike (kann mit *, ? und [] umgehen)
  • -Match, -NotMatch (Reguläre Ausdrücke, Regular Expressions)

Mit vorgesetztem "c" (dann also -clike) kann man die Case-Sensitivity erzwingen.

Filtern, Sortieren, Gruppieren

Mit den Standard-Cmdlets (Verben: Where-, Sort-, Group-) praktische Übungen durchgeführt:

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  1. # Prozesse, der Speicher größer als 10000000 Bytes
  2. Get-Process | Where-Object {$_.ws -gt 10000000 }
  3. # Inklusive Sortierung und Auswahl der Ergebnissätze
  4. Get-Process | Sort-Object ws -desc | Select-Object -first 5
  5. Get-Process | Sort-Object ws -desc | Select-Object -last 5
  6. # mit Regulären Ausdrücken
  7. # Systemdienste, deren Beschreibung aus zwei durch ein Leerzeichen getrennten Wörtern besteht.
  8. Get-Service | Where-Object { $_.DisplayName -match "^\w* \w*$" }
  9. # Prozesse, deren Namen mit einem "i" starten und danach drei Buchstaben
  10. Get-Process | Where-Object { $_.ProcessName -match "^i\w{3}$" }
  11. Vergleichsoperatoren (s. about_Comparison_Operator)
  12. # klassische Filter:
  13. Get-Service | where-object { $_.status -eq "running" }
  14. # können seit PS 3.0 auch mit
  15. Get-Service | where-object status -eq "running"
  16. # aber bei Kombinationen mit and oder or bitte wieder klassisch:
  17. Get-Process | Where-Object { $_.Name -eq "iexplore" -or $_.name -eq "Chrome" -or $_.name -eq "Firefox" } | Stop-Process
  18. Get-Service | where-object { $_.status -eq "running" -and $_.name -like "a*" }
  19. #Objekte für Ausgaben einschränken ("kastrieren")
  20. Get-Process | Select-Object processname, minworkingset, ws | Get-Member
  21. # Prozesse nach Speicherverbrauch sortieren
  22. Get-Process | Sort-Object ws –desc
  23. # Mehrere Sortierfelder
  24. Get-Service | Sort-Object Status, Displayname
  25. # mehrfach-Elemente finden - man muss immer erst sortieren!
  26. 1,5,7,8,5,7 | Sort-Object | Get-Unique
  27. # Elemente gruppieren
  28. Get-Service | Group-Object status
  29. # Dateien in System32 nach Erweiterungen gruppieren und sortiert ausgeben
  30. Get-ChildItem c:\windows\system32 | Group-Object extension | Sort-Object count –desc
  31. Get-ChildItem c:\windows\system32 | Select-Object extension -Unique
  32. # Auswertungen mit Measure-Object - Standard ist count, also Anzahl
  33. Get-ChildItem c:\windows | Measure-Object -Property length -min -max -average -sum
Insbesondere bei der Nutzung der Regulären Ausdrücke (Regular Expression - Wikipedia Link - Signalwort "match") kratzen diese Beispiele natürlich nur an der Oberfläche.

Parameter an Skripte übergeben

Lösung mittels Parameter/Argumente-Array args[..] (bei 0 beginnend)

View source
  1. "Informationen über den Computer: " + $args[0]
  2. # oder aber mit param Deklaration und Variablenname
  3. param( [string] $Computer, [int32] $zahlvar2)
  4. "Informationen über den Computer: " + $Computer
oder mittels param( [datatype] $var )  - Deklarationen am Anfang des Skript
Empfehlung (siehe Übungen zu Funktionen): bitte die param-Definitionen nutzen!

Variablen

Hier werden wir Variablen erst einmal interaktiv in der PS nutzen:

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  1. # Übersichtlichkeit schaffen - Vorarbeiten für Skripting
  2. Get-Process |
  3. >>> Where-Object {$_.name -eq "iexplore"} |
  4. >>> Foreach-Object { $_.ws }
  5. # wird zu
  6. $x = Get-Process
  7. $y = $x | Where-Object {$_.name -eq "iexplore"}
  8. $z = $y | Foreach-Object { $_.ws }
Übungen zu den Variablen in Bezug auf Sichtbarkeit (Console vs. ISE) und mit Get-ChildItem Variable:  Übersicht über die vorhandenen Variablen in einer PowerShell Host-Session

bestimmte Variablennamen nicht erlaubt $_  oder $PSItem (klar - brauchen wir für die Objekte)
Commandlets: Set-Variable und Get-Variable sowie Clear-Variable

Variablen Read-Only: Set-Variable variablenname -Option readonly

Typisierungen: [int], [double], [string], [byte], [char], [bool], [xml], ...
Vordefinierte Variablen: $true, $false, $Home, $PSHome, $host, ...
mit z.B. $host.UI.RawUI.BackgroundColor = "darkgreen"
Variablen werden bei/in Zeichenketten mit doppelten Anführungszeichen ausgewertet - bei einfachen Zeichenketten nicht!

Datentypen - Übungen und Tests

Wir haben zu den unterschiedlichen Typen diverse Aufrufe und Funktionen (Klassen) kennengelernt.\'";

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  1. # Zahlen - Int
  2. [Int32]::MaxValue
  3. # 2147483647
  4. [UInt32]::MaxValue
  5. # 4294967295
  6. [Int32]::MinValue
  7. # -2147483648
  8. [Byte][Char]’A’
  9. # 65
  10. [Byte[]][Char[]]’Hello’
  11. # 72 #101 #108 #108 #111 (untereinander)
  12. [Char[]](65..90)
  13. [Char[]]'Hello'
  14. [Byte[]][Char[]]'Hello'
  15. # Spezielle Daten mit Klasse System.Net.Mail.MailAddress
  16. $email = [System.Net.Mail.MailAddress]'Some User<Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!'
Weitere ausführliche Aufrufe und Techniken wurden den Teilnehmern zur Verfügung gestellt!
Insbesondere mit $email.Displayname  bzw. mit $email. Strg+Leertaste (PSReadline - Intellisense) erkennt man immer wieder die "Objekte / Eigenschaften", die in der PowerShell nutzbar sind.

Zeichen / Strings

siehe auch wieder die Online-Hilfen zu den Vorgehensweisen und Methoden:

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  1. # Das "Echo" für die PS: Write-Host
  2. Write-Host "Guckst Du" -ForegroundColor Yellow
  3. # Zeichenketten Operationen (Methoden)
  4. "" | Get-Member -m Method
  5. [String] $CSVString = "Joe;Brandes;Braunschweig;Deutschland;www.pcsystembetreuer.de"
  6. $CSVArray = $CSVString.Split(";")
  7. $Surname = $CSVArray[1]
  8. $Surname
Das ließe sich dann auch gerne auf viele Datensätze/Zeilen anwenden.

Arrays

$a = 01,08,72,13,04,76
Das Array kann auch explizit mit [array] deklariert werden: [array] $b
Oder einach als "Aufzählung: $b = 01,08,72,13,04,76
Anzahl der Elemente in einem Array: $b.Count

arrays 800px

assoziatives Array: (eine Hashtabelle)

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  1. # Implicit Hashtable
  2. $Computers = @{ E01 = "192.168.1.10"; E02 = "192.168.1.20"; E03 = "192.168.1.30"; }
  3. # Explicit Hashtable
  4. [Hashtable] $Computers = @{ E01 = "192.168.1.10"; E02 = "192.168.1.20"; E03 = "192.168.1.30"; }
  5. $Computers["E02"]
  6. $Computers.E02
Also: Arrays sind 2-spaltige Tabellen mit Indizes (Linke Spalte) und Werten (Rechte Spalte)

Funktionen I (Einführung)

Die Funktionen "kapseln" mehrere Abarbeitungsschritte und können später dann auch Parameter übergeben bekommen und Werte zurückgeben.

Hier erst einmal ein paar Beispiele ohne Parameterübergabe - bitte einfach wieder zu den "Hilfen" greifen

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  1. # Beispielfunktion cdd - Change Dir with Dialog
  2. function cdd {
  3.     $shell = New-Object -comObject "Shell.Application"
  4.     $options = 0x51 # Nur Dateisystem-Ordner - inklusive Edit-Box
  5.     $loc = $shell.BrowseForFolder(0, "Wohin soll es gehen?", $options)
  6.     if($loc) {Set-Location $loc.Self.Path}
  7. }
Das Beispiel kann über Suchbegriffe "Shell.Application" und/oder "BrowseForFolder" analysiert werden:
bei $options = 0x41  entfernt man die Edit-Box am unteren Rand des cdd-Dialogfensters

Das folgende Beispiel kann über die "Online-/Offline-Dokumentation about_functions" entnommen werden:

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  1. function Get-NewPix
  2. {
  3. $start = Get-Date -Month 1 -Day 1 -Year 2015
  4. $allpix = Get-ChildItem -Path $env:UserProfile\*.jpg -Recurse
  5. $allpix | where {$_.LastWriteTime -gt $Start}
  6. }
Dieses kleine Beispiel zeigt uns alle jpg-Dateien in unserem Benutzerprofil, die nach einem Startdatum geändert worden sind.

Für eine stetige Verfügbarkeit der Funktionen brauchen wir erst einmal nur den Code in unser $PROFILE Startskript zu packen. Für eine große Anzahl an Funktionen wird dieses aber später störend und wir werden uns die Module für PowerShell erarbeiten.

 

  • Parameter -WhatIfParameter -WhatIf
  • Parameter deklarierenParameter deklarieren
  • Datentypen falschDatentypen falsch
  • Statische EigenschaftenStatische Eigenschaften
  • Hash def. AusgabespalteHash def. Ausgabespalte
  • Funktion cddFunktion cdd

 

Tag 04

Donnerstag, 13.12.2018, 08.30 - 16.00 Uhr

Rekapitulation, TN-Fragen

Darstellungen zur Funktion cdd mit comObject Shell.Application und Methode BrowseForFolder
Übung: Option geändert von 0x51 auf 0x41 - schaltet die EditBox aus!

Ausgaben (Ausgabeformate und Formatierungen)

weitere Ausgabtechniken - siehe wieder Get-Command Out-*

Cmdlets für Formatierungen:
Format-Wide (kurz: fw): zweispaltige Liste
Format-List (kurz: fl): detaillierte Liste
Format-Table (kurz: ft):

Tabellenausgabe

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  1. # Gezieltes Ausgeben der Tabellen - Propierties (Methoden)
  2. Get-Service | Select-Object -first 5 | Format-Table
  3. Get-Service | Select-Object -first 5 | Format-Table *
  4. Get-Service | Select-Object -first 5 | Format-Table -property Name, CanStop
  5. # Standardausgabe gemäß DotNetTypes.Format.ps1xml (eigentlich also DOT.NET Formate!)
  6. Get-ViewDefinition System.Diagnostics.Process
  7. Get-Process | Format-Table –view priority
  8. # Ausgaben einschränken
  9. Get-Process | Format-Table -Property id,processname,workingset
  10. # als auch
  11. Get-Process | Select-Object id, processname, workingset | Format-Table
  12. # Seitenweise Ausgabe - oft sehr viel geschickter als altes more
  13. Get-Service | Out-Host -Paging

Ausgabe-Commandlets in Host/Konsole

Write-Host, Write-Warning und Write-Error
Mit Write-Host manuelle Konfiguration möglich
Write-Host "Hallo Joe" -foregroundcolor red -backgroundcolor white

Interessanter Parameter: -NoNewLine (kein Zeilenumbruch mit Write-Host)

Spezielle Formate/Formatierungen

ein paar beispielhafte Codes

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  1. $a = "Joe Brandes"
  2. $b = "info(at)pcsystembetreuer.de"
  3. $c = Get-Date
  4. # wieder: in doppelten Zeichenketten sind Variablen nutzbar
  5. $a + " ist erreichbar unter " + $b + ". Diese Information hat den Stand: " + $c + "."
  6. "$a ist erreichbar unter $b. Diese Information hat den Stand: $c."
  7. # Neu: mit Platzhaltern und Formatbezeichnern: Ausgabeoperator -f
  8. "{0} ist erreichbar unter {1}. Diese Information hat den Stand: {2:D}." -f $a, $b, $c
  9. # weitere Formatierungen
  10. Get-Process | ForEach-Object { "{0,-40} | {1}" -f $_.Name, ($_.ws/1MB)}
  11. Get-Process | ForEach-Object { "{0,-40} | {1:n}" -f $_.Name, ($_.ws/1MB)}
  12. Get-Process | ForEach-Object { "{0,-40} | {1:0.000}" -f $_.Name, ($_.ws/1MB)}
  13. # Benutzerdefinierte Ausgabeformatierung mit @-Symbol:
  14. Get-Process | sort workingset64 -desc | ft @{Label="Nr"; Expression={$_.ID}; Width=5}, @{Label="Name"; Expression={$_.Processname}; Width=20 }, @{Label="Speicher MB"; Expression={$_.WorkingSet64 / 1MB}; Width=11; Format="{0:0.0}" }
  15. # Unterobjekt mit eigenen Methoden und Eigenschaften richtig ausgeben:
  16. Get-Process | ft ProcessName, { $_.TotalProcessorTime.Hours }
Bitte immer wieder mit manuellen Anpassungen die Wirkungen testen und Hilfen bemühen.

Ausgaben unterdrücken

Unterschiedliche Techniken, um die Ausgabe von Skriptcode zu verhindern:

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  1. # Out-Null verwenden:
  2. Commandlet | Commandlet | Out-Null
  3. # Variable zugewiesen:
  4. $a = Commandlet | Commandlet
  5. # Typ [void] nutzen:
  6. [void] (Commandlet | Commandlet)
  7. # $null zuweisen:
  8. $null = Commandlet | Commandlet

Eingaben in der PowerShell (Interaktionen)

Unterschiedliche Eingaben / Interaktionen mit der PowerShell durchgespielt:

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  1. # Eingaben
  2. # ========
  3.  
  4.  
  5. # in Shell: Standardeingaben mittels Read-Host (Typ: System.String)
  6. $name = read-host "Bitte Benutzernamen eingeben:"
  7. # Standardeingaben verschlüssel mittels Read-Host (Typ: System.Security.SecureString)
  8. $kennwort_verschluesselt = read-host -assecurestring "Bitte Kennwort eingeben:"
  9. # Das verschlüsselte Kennwort wieder zurückholen
  10. [String]$kennwort_unverschluesselt = [Runtime.InteropServices.Marshal]::PtrToStringAuto([Runtime.InteropServices.Marshal]::SecureStringToBSTR($kennwort_verschluesselt))
  11. "Kennwort: " + $kennwort_unverschluesselt
  12.  
  13.  
  14. # GUI: mittels .NET Framework in der Klasse Microsoft.VisualBasic.Interaction
  15. [System.Reflection.Assembly]::LoadWithPartialName("Microsoft.VisualBasic")
  16. $eingabe = [Microsoft.VisualBasic.Interaction]::InputBox("Bitte geben Sie Ihren Namen ein!")
  17. "Hallo $Eingabe!"
  18.  
  19.  
  20. # Dialogfenster (auch mit Dot.NET)
  21. [System.Reflection.Assembly]::LoadWithPartialName("System.windows.forms")
  22. [System.Console]::Beep(15440, 30)
  23. [System.Windows.Forms.MessageBox]::Show("Gleich kommt eine Frage","Vorwarnung",
  24. [System.Windows.Forms.MessageBoxButtons]::OK)
  25. $antwort = [System.Windows.Forms.MessageBox]::Show("Nachricht","Ueberschrift", [System.Windows.Forms.MessageBoxButtons]::YesNo)
  26. if ($antwort -eq "Yes") { "Sie haben zugestimmt!" } else { "Sie haben abgelehnt!" }

Wichtig: die besondere Bedeutung von Parameter -Credential bzw. Cmdlet Get-Credential  für Zugriffe per "Remote"-Authentifizierungen

Funktionen II (komplett)

Jetzt: ausführlich kommentiert und sauber implementiert!

Durch die saubere Zuweisung mit Kommentarblock in einer Funktion wird die komplette Hilfe und Intellisense nutzbar.

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  1. # aus Weltner S. 478
  2. function Get-CriticalEvent
  3. {
  4. <#
  5.  .SYNOPSIS
  6.  listet Fehler und Warnungen aus dem System-Ereignisprotokoll auf
  7.  .DESCRIPTION
  8.  liefert Fehler und Warnungen der letzten 48 Stunden aus dem
  9.  System-Ereignisprotokoll,
  10.  die auf Wunsch in einem GridView angezeigt werden. Der Beobachtungszeitraum
  11.  kann mit dem Parameter -Hours geändert werden.
  12.  .PARAMETER Hours
  13.  Anzahl der Stunden des Beobachtungszeitraums. Vorgabe ist 48.
  14.  .PARAMETER ShowWindow
  15.  Wenn dieser Switch-Parameter angegeben wird, erscheint das Ergebnis in einem
  16.  eigenen Fenster und wird nicht in die Konsole ausgegeben
  17.  .EXAMPLE
  18.  Get-CriticalEvent
  19.  liefert Fehler und Warnungen der letzten 48 Stunden aus dem
  20.  System-Ereignisprotokoll
  21.  .EXAMPLE
  22.  Get-CriticalEvent -Hours 100
  23.  liefert Fehler und Warnungen der letzten 100 Stunden aus dem
  24.  System-Ereignisprotokoll
  25.  .EXAMPLE
  26.  Get-CriticalEvent -Hours 24 -ShowWindow
  27.  liefert Fehler und Warnungen der letzten 24 Stunden aus dem
  28.  System-Ereignisprotokoll und stellt sie in einem eigenen Fenster dar
  29.  .NOTES
  30.  Dies ist ein Beispiel aus Tobias Weltners' PowerShell Buch
  31.  .LINK
  32.  http://www.powertheshell.com
  33. #>
  34. param($Hours=48, [Switch]$ShowWindow)
  35.  
  36.  
  37. if ($ShowWindow)
  38. {
  39. Set-Alias Out-Default Out-GridView
  40. }
  41.  
  42.  
  43. $Heute = Get-Date
  44. $Differenz = New-TimeSpan -Hours $Hours
  45. $Stichtag = $Heute - $Differenz
  46.  
  47.  
  48. Get-EventLog -LogName System -EntryType Error, Warning -After $Stichtag |
  49. Select-Object -Property TimeGenerated, Message | Out-Default
  50. }
Ausführliche Tests mit Parametern und Aufrufen.

Die Funktionen lassen sich auch über das Laufwerk function: analysieren:
(Get-Item Function:\Get-CriticalEvent).Definition   
oder auch
Get-Content Function:\Get-CriticalEvent  

Diese Techniken werden wir immer wieder benötigen.

PowerShell Module

mit Get-Module  erhält man eine Übersicht der aktuell geladenen (importierten) Module
mit Get-Module -ListAvailable  erhält man eine Übersicht über alle ladbaren (importierbaren) Module 

Alle Pfade für Modules (-Ordner): $env:PSModulePath  aufrufen und mit
$env:PSModulePath.split(";") einzeln darstellen lassen

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  1. ($env:PSModulePath).Split(";")
  2. # C:\Users\Benutzer\Documents\WindowsPowerShell\Modules
  3. # C:\Program Files\WindowsPowerShell\Modules
  4. # C:\WINDOWS\system32\WindowsPowerShell\v1.0\Modules\
Die Module können also auch in einem Benutzerkonto-Ordner (Documents) abgelegt werden.

Der notwendige Ordner ist schnell angelegt:
New-Item -path $env:PSModulePath.split(";")[0] -ItemType Directory -Force        

Die Module sind dann später jeweils in Unter-Ordnern organisiert. In den bestehenden (System-)Modul-Ordnern kann man hierfür auch Beispiele einsehen.

 

  • comObject - DialogcomObject - Dialog
  • LogikfehlerLogikfehler
  • Arrays - foreachArrays - foreach
  • Formatoperator f-Formatoperator f-
  • DotNetTypes.format.ps1xmlDotNetTypes.format.ps1xml
  • privater Modulpfadprivater Modulpfad

 

Tag 05

Freitag, 14.12.2018, 08.30 - 16.00 Uhr

Rekapitulation, TN-Fragen

Hinweis auf Unterlagen Trainer und Bücher und Co

Module (Forts. / Komplettierung)

Nutzer können also mit Cmdlet Save-Module eigene Module suchen (Find-Module) und bereitstellen:
Save-Module -Path ($env:PSModulePath).Split(";")[0] -Name PSWindowsUpdate  
Es lohnt sich die automatisch entstandene Ordner-/Dokument-Struktur zu analysieren:
Ordnerstruktur; *.ps1, *.psd1, *.psm1, *.ps1xml
Empfehlung: Modul PSCX (PowerShell Community Extension)

Praxis/Übung mit einfachem Modul:
Einfacher Bauplan: (ein Modul mit nur einer Funktion!)

Für die folgenden Erstellungen muss der PowerShell-Host die Funktion kennen!
Hier: Get-CriticalEvent – Fehler und Warnungen aus System-Ereignisprotokoll – letzte 48 Stunden).

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  1. # folgende Befehle in Umgebung, wo Funktion Get-CriticalEvent bekannt ist!
  2. # Funktion siehe oben...
  3. $name = 'Get-CriticalEvent'
  4. $path = Split-Path -Path $profile
  5. $code = "function $name { $((Get-Item function:\$name).Definition) }"
  6. New-Item -Path $path\Modules\$name\$name.psm1 -ItemType File -Force -Value $code
  7. # Erster Test für die Verfügbarkeit des Cmdlet per Modul:
  8. Get-Module get-cr* -ListAvailable
Natürlich möchte man nicht nur eine Funktion pro Modul!

Bauplan für komplette Modultechnik: (im Seminar oft keine Zeit für praktische Umsetzung!)
module erstellen 800px
Anm.: Ausführliche Darstellung zu kompletten Modulen gemäß "Weltner, Kapitel 17 - Eigene Module erstellen; ab S. 589ff" oder auch in meinen "Scriptlines" als digitales Begleitmaterial für unsere Teilnehmer.

Ordner: C:\Users\username\Documents\Windows PowerShell\Modules\MyTools 
bzw. $HOME\Documents\Windows Powershell\Modules\MyTools
oder $env:PSModulePath.split(";")[0]
mit
Manifest-Datei: .\mytools.psd1  (erstellt mit Cmdlet New-ModuleManifest )
und Konfigurationen für RootModule='mytools.psm1' und FunctionsToExport='*'
Module-Datei: .\mytools.psm1  mit Aufrufen für die einzelnen Funktionsdateien

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. $PSScriptRoot\func1.ps1
. $PSScriptRoot\func2.ps2
Funktions-Dateien: func1.ps1, func2.ps2, ...  (enthalten die Funktions-/Cmdlet-Definitionen)

WMI / CIM (Get-WmiObject  und  Get-CimInstance)

die klassische WMI (Windows Management Interface) und die "allgemeine" Variante CIM (Common Information Model) bieten Zugriff auf Tausende von Klassen mit Zugriff auf Systeminformationen und -Techniken:
Get-WmiObject -Class Win32_Bios -Computername DC01   (also gleich mit eingebautem "Fernzugriff")

Auf aktuellen Windows-Betriebssystemen kann man auf rund 1200 Klassen zugreifen.
Auflistung aller Klassen mit Get-WmiObject -List 
Bei CIM nutze man Get-CimClass 

Beispielhafte Aufrufe:

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  1. # Service Start Modi - Anmerkung: Get-Service kann keinen StartMode!
  2. Get-WmiObject Win32_Service | Select-Object Name, StartMode
  3. # ein spezieller Startmodus
  4. ([wmi]'Win32_Service.Name="Spooler"').StartMode
  5. # eingeloggte User
  6. $ComputerName = ‘localhost’
  7. Get-WmiObject Win32_ComputerSystem -ComputerName $ComputerName | Select-Object -ExpandProperty UserName
  8. # Netzwerkanalyse
  9. function Get-NetworkConfig {
  10. Get-WmiObject Win32_NetworkAdapter -Filter ‘NetConnectionStatus=2|
  11. ForEach-Object {
  12. $result = 1 | Select-Object Name, IP, MAC
  13. $result.Name = $_.Name
  14. $result.MAC = $_.MacAddress
  15. $config = $_.GetRelated(‘Win32_NetworkAdapterConfiguration’)
  16. $result.IP = $config | Select-Object -ExpandProperty IPAddress
  17. $result
  18. }
  19. }
  20. # Lokale Gruppen
  21. Get-WmiObject Win32_Group -Filter "domain='$env:computername'" | Select-Object Name,SID
  22. # Uptime Os
  23. $os = Get-WmiObject -Class Win32_OperatingSystem
  24. $boottime = [System.Management.ManagementDateTimeConverter]::ToDateTime($os.LastBootupTime)
  25. $timedifference = New-TimeSpan -Start $boottime
  26. $days = $timedifference.TotalDays
  27. 'Das System läuft seit {0:0.000} Tagen.' -f $days
  28. # Freier Speicher auf Disks
  29. Get-WmiObject Win32_LogicalDisk |
  30. ForEach-Object { ‘Disk {0} hat {1,20:0.00} MB Platz frei’ -f $_.Caption, ($_.FreeSpace / 1MB)
  31. }
Vergleich WMI vs. CIM - Scripting Guy Blog (Link)
Introduction to CIM - PowerShell Blog (Link)
Hinweis auf PowerShell Cookbook PDFs von Autor Weltner (Link)

Fernverwaltungen / Remoting

Unterschiedliche Techniken möglich:

Commandlets mit eingebauter Funktionalität (Parameter -ComputerName) für Fernaufrufe

auf anderen Maschinen

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  1. # Commandlets mit eingebauter "Fernwartung"
  2. Get-Command | where { $_.parameters.keys -contains "ComputerName" -and $_.parameters.keys -notcontains "Session"}
  3. # Aufrufbeispiel: (auch gerne gleichzeiig auf mehreren Maschinen)
  4. Get-Service -ComputerName domvbox-2012r2 i*
Bedenken: nur in Domänenumgebungen sind die Authentifizierungen vorhanden - ansonsten werden Übergaben von "Credentials" mit Comdlet Get-Credential benötigt.
Praktische Übungen mit den WMI/CIM-Cmdlets: hier beachten, dass Get-WmiObject "Credentials" übergeben kann. Aber Get-CimInstance kann keine Credentials übergeben.

PowerShell Sessions - die moderne MS Terminalsitzung / Shellsession

Wichtig: in P2P-Netzen - also ohne Windows Domäne - muss auch die Erlaubnis der gegenseitigen Zugriffe mittels TrustedHosts im WSMan(ager) konfigurieren und Testen, bevor man die Zugriffe per WinRM nutzen kann! Kurzanleitung:

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  1. Set-Item WSMan:\localhost\Client\TrustedHosts -Value "10.100.211.116, Win10" -Force
  2. #ggf. Testen/Restarten WinRM: Restart-Service WinRM
  3. # Einfacher Test
  4. Test-WSMan -ComputerName # eigener Rechner
  5. Test-WSMan -ComputerName 10.100.211.116 # Gegenstelle
  6.  
Technikhintergrund: WinRM (Windows Remote Management);
Mindest-Anforderungen für WinRM Services:
Microsoft .NET Framework 2.0 oder höher; Windows PowerShell 2.0 oder höher; Windows Remote Management (WinRM) 2.0

ps remoting 800px

Rechner für PowerShell Sessions (PSRemoting) vorbereiten:

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  1. # WinRM-Systemdienst starten (inkl. Firewall - Netzwerkverbindungstyp beachten - kein Öffentliches Profil!)
  2. Enable-PSRemoting
  3. # Unterdrücken der Nachfragen und aktueller Netzwerkprofile-Checks mit
  4. Enable-PSRemoting -SkipNetworkProfileCheck -force
  5. # Testen der Fähigkeit:
  6. New-PSSession   # bzw.: Test-WSMan
in Firmen/Domänen kann man die folgende Gruppenrichtlinie nutzen:
Computer Configuration\Administrative Templates\Windows Components\Windows Remote Management (WinRM)\WinRM service
Beispielhafte Nutzung:
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  1. # Interaktiv Sitzung:
  2. Enter-PSSession –Computername domvbox-2012r2
  3. # komplette Anmeldung inkl. -credential
  4. Enter-PSSession domvbox-2012r2 -Authentication Negotiate -credential dom2012r2\Administrator
  5. # Beenden:
  6. Exit-PSSession
  7. # aktuelle Konsolenmaschine
  8. [System.Environment]::MachineName
Alternative Aufrufe und weitere technische Möglichkeiten mittels Commandlet Invoke-Command 
Anregung: Recherche nach Cmdlets mit *PSSession*

PowerShell WebAccess (PSWA)

Zugriff auf PowerShell-Console mittels https-Web-Client (Browser)
Installation auf Server von Rolle "Web Server (IIS)"

und Feature "Windows PowerShell/Windows PowerShell Web Access"
alternativ mit PowerShell: Install-WindowsFeature -name web-server, windowspowershellwebaccess

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  1. # Installieren/Bereitstellen von Test-Zertifikat
  2. Install-PswaWebApplication -UseTestCertificate
  3. # Anm.: jetzt Server erreichbar unter https://localhost/pswa # Regel (hier sehr "frei") für die Erreichbarkeit von PSWA erstellen:
  4. Add-PswaAuthorizationRule –UserName * -ComputerName * -ConfigurationName *
Beim Aufruf der Webseite https: // dc-server/pswa  muss man natürlich das Zertifikat im Browser anerkennen (lassen)

RSAT in Windows Domänen auf WinClients

(Remoteserver Administration Tools - Download RSAT für Windows 10 - bitte Windows-Version beachten!)
Analyse Anzahl Commandlets/Functions: Windows 8.1 hatte 1264
Mit Windows 8.1 + RSAT zählte dann 2211 (!)  und RSAT stellt mit dem "Active Directory-Verwaltungscenter" die moderne AD-Verwaltung mit Sicht auf die PowerShell-Befehle bereit (Windows PowerShell Verlauf History)
Beispiel für AD-Commandlet aus Modul "ActiveDirectory": Get-ADUser -Filter { Name -like "*Joe*" } 

 

Bei Zeit: (Zeigen / Übungen)

Weitere Übungen:

  • Registry mit der PowerShell
  • Signierte Skripte
  • ...

Modul "ActiveDirectory"

stellt auf einem AD Domain Controller (DC) direkt Cmdlets zur AD-Verwaltung bereit
auf einem Mitgliedsserver über hinzufügen von Features das PowerShell-Modul "ActiveDirectory" hinzufügen
auf Clients (Windows 7 Professional, Windows 10 Pro) die passenden RSAT-Tools installieren

exemplarische Codebeispiele / PowerShell-Nutzungen:
a) Erstellen einer neuen OU mit Unter-OUs, neuen Benutzern und Gruppen in einem Rutsch aus einer CSV-Dateivorlage
b) Rekursives Nutzen mit Lösch-Cmdlets (Remove-ADObject)

Hinweise zu den AD-Cmdlets:

  • benutzen von -recursive (statt -recurse)
  • Bestätigungen vermeiden / Vorgänge "erzwingen" mit -confirm:$false (statt sonst -force)
  • für Set-Location in AD: bitte die LDAP-Pfade sauber in Zeichenketten:
    Set-Location 'DC=dom2012r2,DC=local' 

Recherche auf DC-Verwaltung mit Active Directory-Verwaltungscenter (dsac.exe):
dort kann man mittels der unten eingeblendeten "Windows PowerShell-Verlauf History" die nötigen PowerShell Aufrufe durch Tests mit AD-Objekten protokollieren lassen und für eigene Umsetzungen entnehmen.

 

Digitale Unterlagen für TN

Hand-Outs Trainer J. Brandes

  • Ausarbeitung zur PowerShell PDF >100 S. und als HTML-Versionen)
  • PowerShell "Trainer Snippets/Scriptlines" ca. 2000+ Zeilen)
  • PowerShell "Scripts Seminarwoche (Tage 01 - 05)"

Allgemeine Unterlagen

  • Screenshots Seminarwoche ("Diashow" zum Seminar)
  • Diverse PDF / Workshops

Letzte TN-Fragen, Feedback-Bögen, TN-Bescheinigungen

 

  • PowerShell Cheat SheetPowerShell Cheat Sheet
  • PowerShell GalleryPowerShell Gallery
  • Modul PSCXModul PSCX
  • Certmgr - Cert:Certmgr - Cert:
  • WMI: Get-WmiObjectWMI: Get-WmiObject
  • PSSession + Invoke-CommandPSSession + Invoke-Command

 

Bücher und Co

In der Woche werde ich immer wieder auf online und offline Quellen hinweisen, die ich an dieser Stelle darstellen möchte.

Die Bücher werden auch im Seminar mit den Teilnehmern eingeschätzt:

PowerShell 5: Windows Automation für Einsteiger und Profis Gebundene Ausgabe
2. Juni 2016 Dr. Tobias Weltner: 1158 Seiten Verlag: O'Reilly;
Auflage: 2., akt. Aufl. (2. Juni 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3960090099
ISBN-13: 978-3960090090

Windows PowerShell 5 und PowerShell Core 6: Das Praxisbuch Gebundenes Buch – 6. November 2017
von Dr. Holger Schwichtenberg
Gebundene Ausgabe: 1231 Seiten
Verlag: Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG (6. November 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3446453318
ISBN-13: 978-3446453319

Windows PowerShell Cookbook: The Complete Guide to Scripting Microsoft's Command Shell (Englisch) Taschenbuch – 8. Januar 2013
von Lee Holmes
Taschenbuch: 1034 Seiten
Verlag: O'Reilly & Associates; Auflage: 3 (8. Januar 2013)
Sprache: Englisch
ISBN-10: 1449320686
ISBN-13: 978-1449320683

Schnelleinstieg in die Windows PowerShell. oreillys basics Broschiert – 28. März 2007
von Andy Oakley (Anm.: als Beispiel für eine sehr ordentliche Einstiegslektüre - natürlich nicht mehr aktuell!)
Broschiert: 240 Seiten
Verlag: O'Reilly; Auflage: 1 (28. März 2007)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3897214873
ISBN-13: 978-3897214873

  • Lee Holmes
  • Cookbook
  • Tobias Weltner
  • Windows Automation
  • powershell50-praxis-00
  • powershell50-praxis-01
  • Dr. H. Schwichtenberg
  • Das Praxibuch
  • Andy Oakley
  • Schnelleinstieg

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Vielen Dank für Ihre überaus erfreulich positiven Feedbackbögen und persönlichen Rückmeldungen und Interessen an weiteren Seminaren.
Ihr Trainer Joe Brandes