• openSUSE Leap 15.1openSUSE Leap 15.1

Nach der Sommerpause und zum Start des Semesters an der VHS Braunschweig findet aus dem "Fachkraft IT-Systeme und -Netzwerke (FITSN)"-Zertifikat ein Seminar für das Modul "Linux" statt.

In unserem praxisorientierten Seminar erlernen wir die Techniken des alternativen Betriebssystems von "A bis Z": von der Installation bis zur Administration, über die grafischen Frontends und Desktops bis zur Befehlszeile (Shell).

Hier die Rahmendaten unseres Seminars:

Ort: VHS Braunschweig, Raum 2.11
Teilnehmerzahl: 8 TN
Zeiten: Mo, 19.08. bis Fr, 23.08.2019; jeweils 08.30 - 16.00 Uhr
Prüfung: eine freiwillige Prüfung wird im Rahmen des Seminars koordiniert!

Anm.: Nach dem Seminar ist vor dem Seminar: wir bieten an der VHS Braunschweig auch einen "Linux Aufbauworkshop" (ab 11.11.2019) an. Ich würde gerne das Interesse hieran evaluieren oder ggf. den Termin für die Linux-Interessenten aus der Warteliste zu diesem Seminar aktivieren!

Ich werde unser Seminar in diesem Beitrag wieder ausführlich begleiten...
Ihr Trainer Joe Brandes

Mo., 19.08.19

Montag, 19.08.19, 08.30 - 16.00 Uhr

Orientierungsphase, TN-Themen, freiwillige Prüfung

Installationsmedien:

  • Wechsel-SSD Sandisk 120 GB (bzw. 111.8 GiB)
    Anm.: in unterem Wechselschacht (! - nicht die oberen Beiden)
  • openSUSE Leap 15.1 (64-Bit) DVD
    Anm.: bleibt bei TN

Testinstallationen durchgeführt (14.08.2019): PC17 (mit SSD #18; Dozi-PC mit Extra-Grafik nvidia) und PC02 (mit SSD #10) jeweils ca. 25 - 30 min

Koordination von Wechselplatten für die Woche: aktuell keine Wechsel bis Seminarende am Freitag nötig

Linux

... oder eigentlich GNU/Linux

Freier Betriebssystemkern (hier: monolithisch, wobei aktuelle Entwicklungen nicht mehr nur starr monolithisch vs. Microkernel lauten; siehe Wikipedia-Artikel Link)
engl.: Kernel (siehe Website für den Kern auf kernel.org - Lizenz GNU Public License)

Erste öffentliche Erwähnung durch Linus Torvalds in Newsgroup comp.os.minix am 26. August 1991 (Wiki-Link L. Torvalds).

Distributionen

... stellen die gesamte Software angefangen vom Kernel, einer intelligenten Installationsrouting bis hin zu kompletten Softwareausstattungen inklusive Desktopmanagern (graphische Oberflächen - GUIs) bereit. Hier ein paar maßgebliche Vertreter:

  • Debian - Nummer 1 bei den Server-OS für Web-Services und Co
    Ableger: Ubuntu, Ubuntu-Varianten (Kubuntu, Edubuntu, Mythbuntu, ...)
  • Red Hat - Firma mit Serverlizenzen Red Hat Enterprise Linux
    Ableger: Fedora mit den offenen/freien SW-Paketen, CentOS
  • Suse/openSUSE (Novell) - SLES Suse Linux Enterprise Server
    Ableger: openSUSE - freie Community-Variante (siehe de.opensuse.org) - mit Version 42.1 hat Novell die Entwicklungspfade von SLES und openSUSE zusammengelegt; Versionen: ... 10.x → 11.x → 12.x → 13.1 - 13.2 → 42.1 - 42.2 - 42.3 → 15.0 - 15.1

Eine tabellarische Übersicht

DistroAbleger der DistroPaketmanagement
Red Hat
(Link)
Fedora (Desktop) bzw.
CentOS (Red Hat Server)
Kaufversion: RHEL
RPM (Red Hat Package Management)
Standardtool: rpm (ohne Auflösung Abhängigkeiten),
yum
Novell (Suse)
(Link)
openSUSE (Link)
Kaufversion: SLES
bzw. SLED
RPM
mit YaST2-SW-Verwaltung, zypper, yum
Debian
(Link)
Ubuntu(s), Ubuntu LTS Versionen
(Long Term Support - 5 Jahre),
Linux Mint,
Raspbian (für Raspberry Pi)
DEB (Debian Pakete)
Standardtool: dpkg (ohne Auflösung Abhängigkeiten)
APT-Tools: apt, (klassisch: apt-get, apt-cache,
aptitude, ...

Entscheidung für "Suse"-Distro in unseren Linux-(Einsteiger)-Seminaren:
Verbreitung in Deutschland, Nähe zur Enterprise Edition (SLES - Suse Linux Enterprise Server), gute deutschsprachige Community, Install- und Konfigurationsmöglichkeiten mit YaST (guter Einstieg in Administration von Linux Systemen), ...

Weitere erwähnenswerte Distributionen: ArchLinux (s.a. Manjaro), Gentoo, Mandriva, ... - the list goes on and on (s. a. www.distrowatch.com)

Links zu openSUSE

Portal: https://www.opensuse.org/  
Wiki deutsch: https://de.opensuse.org/Hauptseite  
Wiki Leap 15.1: https://de.opensuse.org/Portal:15.1    
Leap Download: https://software.opensuse.org/distributions/leap   
Documentationen - english: https://doc.opensuse.org/  
Upgrades: https://de.opensuse.org/SDB:Distribution-UpgradeDistribution-Upgrade  
(kürzer/besser: engl. Variante des Upgrade DB Eintrags)

Spezialversion:
Tumbleweed (Rolling Realeses / Rolling Upgrades) https://software.opensuse.org/distributions/tumbleweed      

Anm.: Rolling Releases benötigen keine turnus-mäßigen Upgrades (z.B. Ende Nov 2010 Upgrade Leap 15.1 auf 15.2), sondern werden ständig weiter mit Aktualisierungen versorgt. Diese Systematik klingt erst einmal gut, hat aber eigene Probleme, die oft nur mit Expertenwissen gelöst werden können!

Installation von openSUSE Leap 15.1 (64-Bit)

Install-Medien:
CD (Netzwerk-Install; aktuell ca. 100 MB; bei Installation werden alle Pakete aktuell nachgeladen: ca. 3-4 GB),
DVD (auch als Live-DVD: Linux komplett lauffähig von Read-Only-Medium CD/DVD),
Netzwerk-Quellen (FTP, HTTP, NFS, SMB/CIFS, PXE/TFTP);

immer auch Quellen in 32- und 64-Bit und für andere Hardware (also nicht nur Intel x86 bzw. x86_64)
Hinweis: Bereitstellung von Checksums (sha256) zur Verifizierung der Unversehrtheit und Originalität der Downloadarchive (Isos)

Spezialität bei openSUSE: YaST - Yet another Setup Tool (Installations- und Setup/Konfigurationswerkzeug)

Partitionen

Gerätenamen /dev/sda (für den ersten Datenträger - dann /dev/sdb, ...)
Eingerichtete Partitionen mit Nummern: /dev/sda1, /dev/sda2, ...
Anm. bei MBR dann /dev/sda5 als erste logische Partition (log. LW) in einer erweiterten Partition

Früher bei EIDE-Geräten: /dev/hda; die sda-Bezeichner dann für SCSI, SATA und heute auch USB-Medien

Alternativ: Verwendung von Geräten-ID-Bezeichnern (siehe später GRUB oder auch /etc/fstab )
Aktuelle Distributionen: UUID als eindeutige Bezeichner für die Partitionen/Datenträgerbereiche
Vorteil: dann werden die Datenträgerbereich auch sauber gemountet, wenn diese mal statt auf /dev/sda2  auf /dev/sdb1 liegen sollten!
heutige Installation mit folgenden Partitionen angelegt: (ein Screenshot für eine beispielhafte Installation ist unten angefügt)

Abweichung von openSUSE-Install-Vorschlag:

openSUSE würde gerne BtrFs als Dateisystem für das System ( Ordner /  bzw. auch  /boot)  und xfs für die Daten (siehe /home ) vorschlagen, aber wir wollen hier die "klassischen" Ext-Dateisysteme Ext4 nutzen! (Anm.: besserer Einstieg in die Dateisysteme unter GNU/Linux; wir wollen an dieser Stelle ebenfalls auch noch LVM-Partitionen vermeiden!)

btrfs partitionierung os 150

Weitere bekannte und verbreitete Dateisysteme:

ext2, ext3 (ist ext2 mit journaling FS), ext4, xfs, BtrFS, ReiserFS, Fat16, Fat32 (VFat), NTFS

Grobe Einteilung/Partitionierung:
Hier im Seminar: GPT Verwaltung der SSD mit UEFI
(Anm.: bei MBR gibt es die 4 klassischen primären/erweiterten Partitionen)

Anleitung für Systempartitionen im Seminar: (genauerer Sinn und Nutzung später)
Bereitgestellte Wechsel-SSD: 120 GB bzw. 111,8 GiB (per UEFI/GPT)
hier: 4 Volumes/Partitionen /dev/sda1 bis  /dev/sda4

MountNutzungEigenschaften
/boot/efi EFI-Partition Größe: 500 MiB  (siehe ggf. Meldung YaST)
eig. min. 100 - 250 MiB (nach UEFI-Norm empfohlen)
Filesystem: FAT32  (! bzw. als VFat bezeichnet)
Gerät: /dev/sda1  (ESP - EFI System Partition)
Bootflag und möglichst Anfang der Partitionen
Anm.: Windows EFI kann mitgenutzt werden!
/ Root-Partition Größe: 80 GiB
Gerät: /dev/sda2 (Root Partition)
Filesystem: ext4
/home Benutzerverzeichnisse Größe: 25 GiB
Gerät: /dev/sda3 (Home Partition)
Filesystem: ext4
swap Auslagerungspartition,
VMM Virtual Memory Management
Größe: ca. +6 GiB
Gerät: /dev/sda4 (Swap Partition)
Filesystem: swap

Hier der Partitionsgraph aus einer solchen Installation:

seminar partition 800px

Erste Analyse und Tools rund um unsere Partitionen:
lsblkfdisk -l /dev/sda , gdisk (siehe GPT) , cfdisk 

Falls es zu Problemen bei Darstellungen mit Konsolentools *disk kommt:
Tipp: Umlaute und Sonderzeichen falsch dargestellt - korrigieren mit: env LANG=C cfdisk  
Erklärung: in Umgebung (env) wird als Sprache C eingestellt, was der Sprache/Kodierung des Programms entspricht (hier "englisch")

System-Aktualisierung

... im Seminar: DVD von August 2019 ca. 100 Pakete zu aktualisieren plus neuer/aktualisierter Kernel!
Aber: diese Aktualisierungen wurden "live" während der Installation angeboten und durchgeführt.
Vorteil: sofortig aktuelles System bei Erstnutzung
Nachteil: Downloads während der Installation nötig: siehe Internet-Bandbreite, Zeit, ...

Aktualisierungen (später) im laufenden System:

Aktualisierungs-Gadget" (Package-Kit) aus der Kontrollleiste/Taskleiste.
Anm.: später Kollision mit Shell-Tools möglich, da dieselbe Bibliothek (libzypp) genutzt wird!
Vorgriff auf spätere Befehlszeile: Aktualisierung mit Tool zypper (siehe libzypp Unterstützung; zypper update )

Anm.: "stabile" Desktop-Umgebungen (KDE5 Plasma) manchmal erst nach Neustarts!

Systemeinstellungen und YaST

... openSUSE System-Kontrollcenter für Benutzer- und Systemumgebungen

Erster Rundgang durch die Systemsteuerungen; Hinweis auf Root-Rechte und Einfach-Klicks bei YaST

Linux Software-Techniken

Techniken im Zusammenhang:

Linux Kernel → X-Server → Windows Manager / Desktop

"Kernel" - technisch ist Linux erst einmal nur der Kernel (Wiki-Link) und damit kann man dann direkt auch eine Shell (z.B. die Bash) nutzen
(siehe später:  Runlevel 3 ohne Grafikdesktop / in Sprache Targets: multi-user.target)

"X-Server" - Zusätzlich kann man eine Grafikausgabe mit Hilfe des (klassischen) X-Servers (Wiki-Link) nutzen (X Windows System, X Server 11 - kurz X11, neu: x.org Server) mit deren Hilfe einfache Grafikfensteranwendungen (siehe xterm , xeyes ;-) genutzt werden können.
Anm.: aktuell findet als moderne X-Server-Technik "Wayland" Einführung in die Linux Oberflächen - meine Empfehlung: erst einmal - soweit es geht bei den Distros - vermeiden.

"Window Manager bzw. kompletter Desktop" - Oder man baut noch gleich einen kompletten Desktop inklusive Management und Zusatztools (siehe konsole , kwrite , KDE-Office) oben drauf!

Desktops bzw. Desktopmanager

KDE: erste Gehversuche mit Desktop, Einstellung Doppelklick mit Systemeinstellungen-Werkzeug (systemsettings5 / KDE-Infozentrum)

KSnapshot für Bildschirmfotos mit Druck-Taste wurde in 42.1 in Rente geschickt - removed und stattdessen durch die modernere Alternative "Spactacles" ersetzt.
Spectacles - Grundkonfiguration:
automatische Bildschirmfoto-Dateien im Bilder-Ordner des Users mit Win + Druck (aktives Fenster speichern) oder gesamter Bildschirm mit  Umschalten + Druck

Alternative Desktops:

  • Gnome (Standard-Desktop bei Debian)
  • LXDE
  • XFCE (Standard für leichtgewichtige Systeme)
  • TWM
  • IceWM (Anm.: in openSUSE vorinstalliert neben KDE5/Plasma)
  • Unity (Ubuntu)
  • Cinnamon (Linux Mint)
  • Mate, ...

Anm.: die Desktops lassen sich fast nahezu mit jeder genutzten Distribution kombinieren.

Übung: Aufrufe für verschiedene KDE-Standardtools (Dolphin, Kate, Konsole, Standard-Browser: Mozilla Firefox, Bürosuite LibreOffice, ...)

Übersichtsseite mit Window-Managern und kompletten Desktops: http://xwinman.org/

Dolphin - Dateimanager

Dolphin (aktuell der Standard-Dateimanager) vs. Konqueror (der alte Dateimanager des KDE-Desktops)

Zwei-Fensteransichten (F3), Favoriten-Leisten, Konsole (Shell-Kommandos) mit F4

Anm.: Konquerer war auch Browser und früher der Standard-Dateimanager von KDE - heute ist es Dolphin

Übung: Einblenden der "versteckten" Dateien/Ordner mit Tastenkombination Alt + . (beginnen ja auch mit .)

Konsolen / Terminals

... tty steht für Teletyper - klassisch/früher: Fernschreiber (!)

Aufruf von Programmen im Desktop mit Alt + F2 → Programmname

tty bei unserer openSUSE Installation:
Terminals 1 bis 6 (ohne Desktop) mittels Strg + Alt + F1 ... F6 - zurück zu Desktop mittels (Strg +) Alt + F7 oder eben die bei Ihrer Distro oder Installationsart
Anm.: muss man manchmal ausprobieren! Technisch: Multi-User System

Beenden eines Terminals mittels exit (Anm.: logout nur bei späteren Login-Shells - siehe ssh)

erste Gehversuche in der Konsole (shell) mit:  ls -a, ls -al, cd, su, who, whoami, ping, ip   
wichtig: lspci nur mit kompletten Pfad als Standard-User aufrufbar: /sbin/lspci 
Anm.: die Superuser/Root haben den Pfad /sbin in Ihrem Pfad
Pfade anzeigen mit echo $PATH  (Pfadvariable)

Aufruf von Grafik-/Fensterprogrammen über die Konsole: firefox & , xeyes &   
Tipp: & startet Programme im Hintergrund und lässt die Konsole weiter nutzbar!

Fontgröße in ttyX ändern: setfont /usr/share/kbd/consolefonts/suse12x22.psfu.gz  
Befehl setfont  stellt wieder Standards her!

Erste Hilfe in Terminal/Konsole

Man-Pages (z.B. man rm) oder Befehl mit --help (z.B. rm --help),
gerne auch Hilfe zur Hilfe mit man man  
Alternative: info  Pages

Tricks in Terminal/Konsole

Befehle/Verzeichnisse/Dateien mittels Tabulator komplettieren (siehe: ls TabTab  zeigt alle Programme mit ls...,

mit Cursor-Tasten Aufrufe wiederholen (durchblättern)
überlange Anzeigen nach oben blättern mittels Shift + PgUp (Seite hoch) bzw. Shift + PgDown;

die Historie aller Shell-Aufrufe des Users in ~/.bash_history;
Rekursive Suche in History mittels Strg + R  (vorwärts dann mit Strg + S )

Löschen der Konsole mittels Strg + L 
Anfang und Ende Kommandozeile mit Strg + A und Strg + E 
Löschen der Kommandozeile von Cursor bis Anfang mit Strg + U 
Kopieren und Einfügen (mittlere Maustaste) in der Konsole

 

  • Anzeige konfigurierenAnzeige konfigurieren
  • YaSTYaST
  • KonsoleKonsole
  • ManpagesManpages
  • DolphinDolphin
  • doc.opensuse.orgdoc.opensuse.org

 

Di., 20.08.19

Dienstag, 20.08.19, 08.30 - 16.00 Uhr

Heute: ausführliche Rekapitulation zu Tag 01, TN-Fragen

Grundidee nach Neuinstallation von Betriebssystemen: (nach Aktualisierung der Systeme!)
Testen aller Funktionen wie Sound, Grafik/Video, Aufnahmemöglichkeiten/Mikrofon, USB und Wechselmedien (z.B. SD-Card-Reader), Spezialhardware (z.B. Fingerprint-Reader), Netzwerke (LAN, WLAN) siehe Analyse unten ...

Prozesse

Starten von Programmen in der Konsole im Hintergrund (Background - bg): kate mittwoch.txt & 

bzw. natürlich auch: kdesu kate /etc/hosts &  

Konsole meldet Prozess-ID; Recherche im Verzeichnisbaum: /proc/... (Ordner mit PIDs)
ps in Kombination mit grep zum Suchen bestimmter laufender Prozesse (z.B. sshd)
Prozess-Verwaltungs-Befehle: fg , bg , jobs , ps 

ps axf (ps hier mit ausführlicher Auflistung und mit f für Prozessabhängikeiten/Prozessbaum)
ps ax | grep firefox (bitte wieder an ps --help und man ps denken)
hier: grep für "Filtern" von Daten (Wikipedia Link - global regular expressions print)

Prozess-Tools:
ps, pstree, pstree -p, top

kill pid (Signale beachten; "Overkill SIGKILL" mit -9, Standardsignal SIGTERM ist -15)
killall prozessname (kann mit Prozessnamen arbeiten)

Prozesseigenschaften:
PID, Status (running, sleeping, zombie)

Tipp: Grafische Übersicht mit Strg + Esc (oder Aufruf/Suche mit System...)

Bootvorgang

0) Einschalten (Reset, POST - Power On Self Test)

1) BIOS / UEFI mit Bootsequenz (Startreihenfolge; engl: Bootsequence / Startmedien)
Übersicht Bootmedien:
USB (Sticks / HD), Netzwerk (PXE / TFTP), Festplatten / SSDs, Optische Medien (CD/DVD)
MBR (Masterbootrecord mit Partitionstabelle (maximal 4 Partitionen: 4 Primäre oder 3 Primäre und 1 Erweiterte)
Hinweis:
für das Booten von HDs > 2,2 TB wird UEFI mit GPT (GUID Partition Table) benötigt
Erinnerung / Tipp:  (ggf. nach Fehlschlag Parallelinstalation zu Windows)
Win-Systeme benötigen als Bootstandard eine Aktive primäre Partition inkl. eines "sauberen" MBR (Generischer MBR)
→ Reparatur-Tipp zum MBR: mit Win-DVD:
bootrec /fixmbr (bzw. bootrec /fixboot für Bootsektor) in Reparaturkonsole
Darstellung zu Partitionierungen:
exemplarische Szenarios für Parallelinstallation mit Windows - Linktipp MS

2) Linux-Bootmanager: GRUB2 (Übersicht Bootmanager und Technik Bootmanager folgt)
Vorgänger / Bootalternativen: GRUB (Version 1), LILO (Linux Loader)

3) Kernel und initrd (klassisch: init Ramdisk - initrd laden; Anm.: die Ramdisk ist optional)
Symlinks bei openSUSE: vmlinux (komprimierter Kernel), initrd
Analyse Kernel-Version: uname -a  bzw.  uname -r 
EFI: Laden per Grub2 mit linuxefi und initrdefi !

4) systemd (Erster Prozess mit ID "1") (früher: SysVInit mit Urprozess init)
Anm.: openSUSE (und fast alle anderen Linuxe benutzen systemd ("abwärtskompatibel" zu init),
Ubuntu hatte zwischenzeitlich upstart als init-Lösung (aktuell: auch systemd mit 16.04 LTS)
Gründe für Abkehr von SysVinit zu alternativen init-Techiken:
Effizienter, Parallel arbeitend, Abhängigkeiten von Prozessen cleverer lösend
Tipp zur Startanalyse: systemd-analyze blame  (erzählt in ms - Millisekunden - die Geschichte der "Starts")
oder auch: systemd-analyze plot > grafische-analyse.svg  (erstellt SVG-Grafik)
Technisch: systemd arbeitet mit Targets (z.B. default.target) statt den klassischen Runleveln
Befehle: init , telinit , runlevel , systemctl  (statt sysctl bei init-Technik), journalctl  (für Analyse/Logging) 

Urprozess PID 1 - systemd

(Reference Manual Chapter: The systemd Daemon)

init-Technik wurde durch systemd-Technik ersetzt bei Beibehaltung der alten (abwärtskompatiblen) init-Skript-Techniken und Ordnerstrukturen nach SysVinit.

Befehle: systemd-*  (Tipp: Konsole dann systemd- TAB TAB)

systemd-analyze blame  (zeigt zeitlich sortiert die Schuldigen beim Systemstart)
systemd-analyze plot > systemstartanalyze.svg  (erzeugt SVG-Grafik des gesamten Systemstarts; Tipp: zur Anzeige in Browser ziehen)

Verzeichnisstruktur

(eine kurze Übersicht - siehe auch ausführlicher Beitrag zu FHS auf Wikipedia)

/bin - Binaries, ausführbare Programme
/boot - Kernel vmlinuz (komprimiert, mehrere Versionen mit Nummern), initrd (Ramdisk)
/boot/grub2 - Bootmanger (hier nicht konfigurieren - siehe /etc/default/grub )
/dev - Geräte (/dev/fd0, /dev/sr0, /dev/sda, /dev/sdb, /dev/null, /dev/urandom, ...)
/etc - Konfigurationen (/etc/fstab, /etc/hosts, /etc/hostname, viele Konfigurations-Unterordner: /etc/skel, ...)
/etc/X11 - der Ordner für den X-Server (Grundtechnik Grafikausgabe)
/home - Benutzerprofile (/home/username)
/lib - Programmbibliotheken (Libraries; siehe auch /lib64)
/lost+found - bei journaling File Systems Daten für Fehlersuchen/Behebungen (siehe auch Toolreihe fsck)
/media - klassischer Mountpoint für Wechselmedien (bei openSUSE nicht mehr vorhanden)
/run/media/username - neuer Mountpoint für Wechselmedien bei openSUSE und anderen modernen Linux
/mnt - Mountpoint (der alte Standardmount für manuelle Mounts)
/opt - optionale Software (hier am Beispiel XAMPP Lamp Server - Link); auch: kommerzielle Software
/proc - Prozesseverwaltung (siehe Ordner mit PID-Nummern)
Übung: cat /proc/meminfo ; cat /proc/interrupts ; cat /proc/cpuinfo  
/root - Homedir für SuperUser root
/sbin - Programme mit hohen Privilegien (SuperUser)
/srv - Serverdienste (Verzeichnisse z.B. für Webserver - diese findet man gerne auch unter /var/www ;-)
/tmp - Temporärer Ordner; gemeinschaftlich im System (später: besondere Zugriffsrechte)
/usr - Großteil der installierten Software im System (Unix System Resources)
/var - Variable Daten (siehe Webserver /var/www/htdocs/webprojektA , Datenbanken, ...)

Unterscheidung/Gruppierung von Daten auf Unix/Linux Systemen gemäß
File Hierarchy Standard (FHS):
→ veränderliche / dynamische vs. statische und
→ gemeinsam genutzte vs. nicht gemeinsam genutzte Verzeichnisse

  gemeinsam nutzbar nicht gemeinsam nutzbar
statisch /usr
/opt
/etc
/boot
dynamisch /var/mail
/var/spool/news
/var/run
/var/lock

Beispielhafte Darstellungen: Linux Community - Linux User Zeitschrift (Linux User Ausgabe 11 / 2011 - Ältere Artikel der Linux User online verfügbar/lesbar!)

Netzwerk (I)

Erste Netzwerkanalyse mit Linux:

IP-KonfigurationShellaufrufe
IPv4-/IPv6-Adresse
Subnetmask
ip address show   (zeigt immer alle NICs)
ip a s   (kurze Variante)
Tool ifconfig nicht mehr standardmäßig installiert:
/sbin/ifconfig
Standardgateway
(bzw. Router)
ip route show
ip r s   (kurze Variante
/sbin/route -n  
hier: in Spalte Flags das G suchen - dann Spalte Router
Anm.: mittlerweile auch (oft) als deprecated bezeichnet
DNS-Server cat /etc/resolv.conf
hier: Zeile mit Text nameserver (am Zeilenanfang) analysieren
cat /etc/resolv.conf | grep ^nameserver  
aber: Datei wird von den Netzwerkkonfigurations-Diensten
Wicked (bzw. NetworkManager) manipuliert
keine manuelle Änderung gewünscht!

Im Seminar erstelltes digitales Tafelbild:
Anm.: Wacom Tablet direkt ohne Installationen unter openSUSE lauffähig!

seminar partition 800px

Natürlich gibt es auch diverse Tools/Skripte, die diese Aufgaben/Aufrufe zusammenlegen, aber wir wollen auch immer die Basics bemühen und "Linux" verstehen

Erste Installationen in Konsole

Vorbereitung und erste Einblicke zu Thema Softwareverwaltung / Paketmanagement

Bei openSUSE werden unbekannte Tools mittels Konsolen-Werkzeug cnf  (Anm.: could not find) recherchiert und es werden auch gleich die nötigen Installationsvorschläge offeriert.

Beispiele für Installationen:

  • Tool route  (Anm.: mittlerweile als deprecated gekennzeichnet) für die Analyse des Standardgateways
  • Konsolengimmick cowsay (Funny Sprechblase in Konsole - führte zu sudo Tool)
    Mit cat /etc/os-release | cowsay -f tux  lässt man die Linux-Distributionsinfos per Maskottchen Tux verkünden.

Die eigentlichen Installationen finden mit Installationstool zypper install ... statt.

Benutzer-"Wechsel"

...eine kurze Zusammenfassung:

su, su -   Switch User (mit - geschieht Wechsel in das Home-Dir)

kdesu - der su für den KDE-Desktop (siehe Aufruf YaST oder manuell für Grafik-/Fensterapplikationen)
Tipp für Gnome: Tool gksudo 

sudo (quasi ein "Ausführen als") - muss extra konfiguriert werden (siehe Benutzer-Gruppe sudoers und Konfigurationen in /etc/sudo
Wichtig: wenn in der Konsole die sudo-Berechtigung durchgeführt wurde, dann sind alle weiteren sudo-Aufrufe sofort funktionstüchtig!
Also: in öffentlicher Umgebung die genutzte Konsole nach sudo schließen - und normaler Weise sperrt man ja auch den Desktop (Tastaturkombi oft: Strg + Alt + L ; statt Win + L bei Windows)

Anm.: bei Übungen zu Benutzern und Gruppen sollte man sudo mit neuen Benutzern testen/hinterfragen!
Bei Ubuntu wird der Nutzer aus Installation automatisch der sudo-Admin-"root"-User (root-Account nicht aktiv!)

 

  • cfdiskcfdisk
  • /proc - kill/proc - kill
  • ps -axf und Systemmonitorps -axf und Systemmonitor
  • systemd-analyze plotsystemd-analyze plot
  • Rootdirectory /Rootdirectory /
  • cowsay -f tuxcowsay -f tux

 

Mi., 21.08.19

Mittwoch, 21.08.19, 08.30 - 16.00 Uhr

Rekapitulation, TN-Fragen

...

...tbc...

...

 

Do., 22.08.19

Donnerstag, 22.08.19, 08.30 - 16.00 Uhr

Rekapitulation, TN-Fragen

...

...tbc...

...

 

... Screenshots zum Seminartag folgen...

 

Fr., 23.08.19

Freitag, 23.08.19, 08.30 - 16.00 Uhr

Rekapitulation, TN-Fragen

...

...tbc...

...

 

... Screenshots zum Seminartag folgen...

 

Musteraufgabe (aktualisierte Version für openSUSE 15.0)
Prüfungsvorbereitung durchgeführt - bzw. letzte Fragen
Musterlösung auf Anfrage

SSDs zurückbauen und Standardinstallationen "Win" der VHS BS testen!  

TN-Bescheinigungen, Feedback-Bögen, letzte TN-Fragen

 

 

Ihr Trainer Joe Brandes

 

 

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Natürlich stellt die IT einen Schwerpunkt in meinem Leben dar - aber eben nicht nur ...

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Wer einmal zum Snookerqueue gegriffen hat, der wird es wohl nicht wieder weglegen. Und ich spiele auch immer wieder gerne eine Partie Billard mit den Kumpels und Vereinskameraden. Der Verein freut sich über jeden, der einmal in unserem schicken Vereinsheim vorbeischauen möchte.

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